Wohnen

Wie sich Farben auf die menschliche Psyche auswirken

23 Mar, 2015

Wie sich Farben auf die menschliche Psyche auswirken

Farben beeinflussen die Wirkung Ihrer Räumlichkeiten mehr als Sie denken und lassen ein Zimmer warm und freundlich, aber auch kalt und ungemütlich wirken. Die Raumwirkung hängt maßgeblich von den Farben der Wände, der Einrichtung und Dekoration sowie deren Abstimmung auf die Gegebenheiten wie Raumgröße und Lichteinfall ab. Auch die Nutzung des Zimmers spielt in der Entscheidung für ein Farbspektrum eine wichtige Rolle, wie Sie im Folgenden erfahren und mit schönen Tipps für Ihr Zuhause anwenden können.

Generell wird zwischen warmen und kalten Farben unterschieden, doch ist das noch nicht alles. Zum Beispiel zählen Rottöne zu den warmen Farben, doch müssen diese nicht unbedingt für Gemütlichkeit und Harmonie, sondern können auch für Aggression und innere Unruhe sorgen. Blau hingegen ist ein kalter Farbton, der aber im Badezimmer durchaus ein reizvolles und entspannendes Ambiente erzeugen lässt.

Wie Sie sehen, sind nicht die Farben allein, sondern auch die Auswahl anhand Ihrer persönlichen Wohlfühl-Kriterien und der Raum selbst entscheidend. Die Raumgestaltung anhand der Psychologie von Farben gewinnt immer mehr an Bedeutung und bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, die Einrichtung, Dekoration und die Raumgestaltung selbst mit farbigen Akzenten maximal wirken zu lassen.

Raumgestaltung in verschiedenen Farbspektren

Verzichten Sie bezüglich der Wandfarbe auf dunkle Blau- oder Blaugrün Töne, da sich diese nachweislich auf einen gefühlten Temperaturunterschied von bis zu 4 Grad Celsius im Vergleich zu orangeroten oder braun gestrichenen Wänden auswirken. Die Farbe beeinflusst zwar nicht die Kerntemperatur des Zimmers, führt bei Ihnen aber schnell zu einem Frösteln und des damit verbundenen Unbehagens. Gerade in Badezimmern spielt die Farbe Blau aber nicht nur bei Ihnen, sondern in vielen Familien eine wichtige Rolle und wird mit dem Meer und einem Urlaub in mediterranen Gefilden verbunden. Ein helles, mediterranes Blau ist durchaus eine gute Raumfarbe für das Badezimmer und kann zum Beispiel mit blauen Living Boxen, die in verschiedenen Nuancen präsentiert werden.


Die Farben blau und weiß sind im Badezimmer einfach harmonisch.

Die Psychologie der Farben wirkt sich nicht nur auf die gefühlte Raumtemperatur, sondern auch auf Glück und Ausgeglichenheit sowie auf Angst, Aggression und eine gereizte Stimmung aus. Während Blau zwar kühl wirkt, ist es dennoch ein beruhigender Farbton, der aber außer im Badezimmer in der Wohnung keine Verwendung finden sollte.

Zeitlos und frisch wirken grüne, orange oder gelbe sowie beigefarbene und bräunliche Wände. Wenn Sie in Ihrer Wohnung mit kräftigen Wandfarben arbeiten, sollten Sie in der Dekoration auf klassische Details setzen und nicht zu viele verschiedene Farben miteinander kombinieren. In einem grünen oder gelben, sowie im orangefarbenen Schlafraum sind weiße oder schwarze Textilboxen ein dekorativer Blickfang, der die Wandgestaltung noch kräftiger und farbintensiver wirken lässt. Auch Aufbewahrungsmöglichkeiten und Dekoration aus Rattan bietet sich an und kann aufgrund der farblichen Vielfalt zu unterschiedlichen Einrichtungsstilen und Farbspektren Verwendung finden.


Rattan hat natürliche Farben, die sich wunderbar im Wohnbereich eingliedern

Tipps für eine harmonische und gemütliche Farbgestaltung der Räume

Ehe Sie mit dem Malern oder Tapezieren beginnen und im Baumarkt nach dem entsprechenden Equipment suchen, sollten Sie Ihre Räumlichkeiten in Gedanken „streichen“ und den Raum auf sich wirken lassen. Die Orientierung auf Ihre Lieblingsfarbe ist hierbei in der Regel kein Fehler, außer Sie schwören auf knalliges Rot und gedenken, die Küche oder den Wohnraum in kräftigem Signalrot zu gestalten. Einige Menschen reagieren mit nicht zu zügelnden Aggressionen auf signalrote Wände oder rote Sofas, Sessel und Wandbilder. Bevorzugen Sie einen Rotton, sollten Sie ihn in einem orangefarbigen Spektrum oder in einem tiefen und dunklen Bordeaux wählen. Selbst bei ganz ruhigen Menschen wirkt sich Signalrot maßgeblich auf die Stimmung aus und kann die Reizbarkeit erhöhen, sowie für eine innere Unruhe und sogar Kopfschmerzen sorgen.

Kleine Farbakzente besser als große Flächen

In der Wandgestaltung sollten Sie sich nicht für die Grundfarben entscheiden, sondern eher zu Zwischentönen und warm angemixten Farben tendieren. Mehr Ausdruck erzeugen Sie, wenn Sie die kräftigen Farbtöne in Form dekorativer Elemente und kleiner Accessoires im Wohnraum einbauen.

Dies können zum Beispiel:

  • Rattanboxen
  • Aufbewahrungsboxen
  • Livingboxen
  • sowie Regalsysteme

sein. Hier bieten sich sowohl klassische als auch Trendfarben an und können im gleichen Farbspektrum, wie als Kontrastfarbe Verwendung finden. Im Bezug auf die Stimmung, die ein Raum erzeugt und die sich auf die Menschen im Zimmer überträgt, sollte Ihr Fokus grundsätzlich auf den warmen Farben der Sonne, reifer Früchte oder des Sandes gerichtet sein. Weniger geeignet sind sämtliche Grüntöne mit Blaustich, während sich ein saftiges und frisches Gelbgrün durchaus anbietet und vor allem in Küchen, in Kinderzimmern oder Badezimmern, aber auch im modernen Wohnzimmer zum Blickfang wird.

Wie viel Farbe Sie sich und Ihren Räumlichkeiten gönnen, hängt hauptsächlich von Ihrer persönlichen Einstellung ab und sollte an der Nutzung des Raumes orientiert sein. In einem Büro zum Beispiel sind Gelb und Rottöne sichtlich ungeeignet, da diese vom Zweck der Räumlichkeit ablenken und das Arbeitszimmer mit zu viel Wohnlichkeit auskleiden.


Frische Grün bringt Leben ins Kinderzimmer oder auch in Ihre anderen Räume.

Was sagen Farben über Sie aus?

In der Mode betont eine Farbe Ihre Ausstrahlung und gibt Auskunft über Ihren Charakter, Ihre Lebenseinstellung und Ihre Vorlieben. Doch nicht nur mit Ihrem Outfit, sondern auch mit Ihrer Wohnung können Sie klare Akzente setzen und die Raumwirkung durch Farben begünstigen.

  • Als lebensfroher und immer gut gelaunter Mensch tendieren Sie zu unterschiedlichen Gelbtönen, die durchaus eine orangefarbene Nuance aufweisen oder auch ins Grüngelb übergehen können.
  • Sind Sie ständig in Bewegung, können nicht stillsitzen und gehören zu den immer aktiven Menschen, werden Sie in kräftigem Rot oder Orange die Erfüllung finden und Ihren Charakter durch die Farbwahl im Wohnraum unterstreichen. Damit Ihre sprühende und überschäumende Energie nicht ins Negative umschlägt, verzichten Sie in jedem Fall auf Signalrot.
  • Kühle, überlegt handelnde und hinterfragende Menschen mit einem oftmals sehr schüchternen Charakter lieben Blautöne und kühles Weiß. Da sich Blau für den Wohnraum oder das Schlafzimmer nicht wirklich eignet, sollte die kühle Ausstrahlung primär dem Badezimmer vorbehalten und im Wohnzimmer auf modische Akzente aus Schwarz und Weiß, sowie einigen warmen Nuancen in Form von Wohnaccessoires gesetzt werden.
  • Anspruchslose, mediterran angehauchte oder den Luxus liebende Menschen mit einem starken Harmoniebedürfnis schätzen Brauntöne und wählen vor allem beige, Goldbraun oder einen Macchiato Ton für ihre Wandfarbe. Braun kommt besonders gut zur Geltung, wenn es glänzt und mit einer seidigen, anstelle einer matten Oberfläche gestaltet wird. Die Tendenz zum Luxus lässt sich mit goldenen Akzenten hervorheben und besonders stilvoll mit brauner Farbgebung untermauern.

Sie werden begeistert sein, welche Wirkung die richtige Farbwahl in Ihrer Raumgestaltung haben kann.

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